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13 06.2019 - AXEL RUDI PELL & Special Guest

 

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AXEL RUDI PELL & Special Guest

Donnerstag, 13. 06. 2019 » Hyde Park, Osnabrück



AXEL RUDI PELL


30th ANNIVERSARY TOUR


„Ich habe lieber jahrelang konstanten Erfolg als nur ein Hit-Album, an dem mich alle ständig messen.“

Axel Rudi Pell muss es wissen. Immerhin dauert seine Solokarriere beinahe drei Jahrzehnte. Im internationalen

Hardrock-Universum ist Pell ein Phänomen. Ein Musiker, der unter dem Radar fliegt, aber keineswegs unsichtbar ist. Ein ehrlicher Handwerker, der eben

dieses noch von der Pike auf gelernt hat. Schreibblockaden kennt er nicht, Wellenreiterei mag er nicht. Der alte Werbeklassiker trifft auch auf

Pell zu: Da weiß man, was man hat. Der Nachfolger von „Game Of Sins” (2016 auf Platz 11 der deutschen Charts)

heißt „Knights Call“ und ist das 17. (in Worten: siebzehnte!) Studioalbum des Gitarristen. Allein diese

Tatsache spricht für sich und die Konstanz, mit der er seit 1989 Alben auf den Markt bringt. Alle sind übrigens

bei ein und derselben Plattenfirma erschienen und haben weltweit über 1.5 Millionen Käufer gefunden. Aber

das ist kein Grund, sich auf diesem Erfolg auszuruhen. „Warum sollte ich aufhören?“, fragt der 57-Jährige

und gibt sich selbst die Antwort: „Solange ich das machen kann, was mir am meisten Spaß macht, bin ich

zufrieden.“ Im Prinzip lebt Pell ein Leben, von dem andere nur träumen: Er hat nicht nur sein Hobby zum

Beruf, sondern daraus auch gleichzeitig eine Berufung gemacht. Seine Leidenschaft treibt ihn an, er ist

ständig auf der Suche nach dem besseren Chorus, der besseren Bridge, dem besseren Solo, dem besseren

Song. „Komponieren ist wie vieles im Leben, entweder man kann es oder man kann es nicht.“ Er vertraut

sich, aber auch seinem deutsch-amerikanischem Teamum Sänger Johnny Gioeli und Drummer Bobby

Rondinelli. Und dazu zählt er auch seine Fans. „Das direkte Feedback ist wichtig, Pell nur im Studio wäre

langweilig.“ Bei manchen Stücken hat er die Liveatmosphäre direkt im Kopf. „Beim Opener ‚The Wild And

The Young’ wusste ich sofort, dass er der richtige Einstieg in das Album ist.“ Und er gibt auch die Richtung

vor: ARP 2018 setzt auf mehr Groove, mehr Melodien und mehr Abwechslung. Die Mischung aus Mittelalter-

Mystik und Fantasie-Folklore ist nach wie vor vorhanden, aber es wurde hier und da an kleinen Schräubchen

gedreht. Pells Riffs sind zweidimensionaler geworden, erinnern wie in ‚Follow The Sun‘ manchmal an die

Entwicklung des Altmeisters Tony Iommi in den Achtzigern, als dieser sich erfolgreich aus dem Black

Sabbath-Korsett befreite. „Es hat mich selbst überrascht, wie einfach das ging.“ Ein Shuffle wie in ‚Wildest

Dreams‘ mit seinem Stadion-Schluss-Chor hat es so noch nicht gegeben, einen 4/4-Stampfer wie ‚Long Live

Rock‘ seit ‚Rock The Nation‘ von „Mystica“ (2006) auch lange nicht mehr. Das in der Mitte des Albums

eingestreute Instrumental ‚Truth And Lies‘ mit seiner einprägsamen Tonfolge zeigt einmal mehr, wie sehr der

Gitarrist mit seinem Instrument verwachsen ist. Die typischen ARP-Epen sind natürlich auch wieder vertreten, die zwischen 8 (‚The Crusaders of Doom‘) und knapp

10 Minuten (‚Tower Of Babylon‘) langen Werke zeigen eine weitere Pell-Passion: „Ich mag es, wenn man sich in einem Song richtig fallen lassen kann. Mir ge

ht es dabei gar nicht darum, mehr Zeit für meine Soli zu haben, sondern darum, Atmosphäre zu kreieren.“ Dass er dabei nicht auf Balladen verzichten kann, dürfte

jedem Fan mittlerweile klar sein. Dieses Mal heißt der Magnus Opus ‚Beyond The Light‘. Für die Backing Vocals kam für Pell nur eine Frau in Frage: Die seit 30

Jahren in Bochum beheimatete US-Sängerin Pamela Falcon garantiert einen weiteren Gänsehaut-Moment auf „Knights Call“. Aber ein mildes Alterswerk klingt anders, denn wenn

Pell zum Text zu „Slaves On The Run“ ausholt, kommt das Kind der Sechziger in ihm durch: „Sind wir nicht alle auf irgendeine Art und Weise

Sklaven? Rockmusik stand schon immer für Selbstbestimmung und Freiheit, aber irgendwie scheint das alles

in Vergessenheit geraten zu sein. Jeder schaut heutzutage nur auf den schnellen Erfolg, jeder bemüht sich um Aufmerksamkeit, ist ständig online, für ein paar

jämmerliche Klicks und Likes. Wir sind unterwegs, ohne anzukommen. Ob das der wahre Sinn hinter allem ist, wage ich zu bezweifeln.“





» https://www.facebook.com/axelrudipellofficial/

Video - Axel Rudi Pell

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